Du schwankst nicht zwischen Disziplin und Kontrollverlust, sondern zwischen Zurückhalten und Belohnen. Essen und Trinken sind für dich kein reiner Genuss, sondern ein Ventil, ein Übergang, ein Mittel, um vom Funktionieren ins Abschalten zu kommen.
Und genau das ist der Knackpunkt.
Solange Essen oder Alkohol die Aufgabe haben, dich zu entspannen, dich runterzubringen oder Stress auszugleichen, kann dein Körper nicht unterscheiden, ob du gerade genießt oder kompensierst. Für ihn ist beides eine Form von Regulation, und auf Regulation reagiert er mit Festhalten, mit Spannung, mit Speicherung.
Nicht, weil du zu viel isst.
Sondern weil Genuss bei dir immer an Bedingungen geknüpft ist.
Du willst genießen, aber bitte ohne Folgen.
Du willst locker sein, aber bitte mit Kontrolle.
Du willst das Leben spüren, aber bitte ohne Konsequenzen.
Dieser innere Spagat kostet Energie – und genau diese Energie fehlt deinem Körper, um loszulassen.
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